Roman: FEDERSPIEL

Musik: An Aus

„Wenn du dir irgendetwas ganz fest wünscht, dann lass es frei! Kehrt es zu dir zurück, dann gehört es dir wirklich.“
Orientalische Weisheit

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Inhalt

Als sich Elaine Salms und Thoralf Hansens Wege auf einer mittelalterlichen Burg in Thüringen kreuzen, treffen zwei völlig verschiedene Welten aufeinander. Sie, eine ehrgeizige Süddeutsche Reiseredakteurin, die ohne tiefe Gefühle zu investieren nach dem Prinzip: schneller, höher, weiter durchs Leben rast. Und er, ein distanzierter Norddeutscher Falkner, der sich zwischen Orient und Okzident lebend, ganz der Leidenschaft seiner Berufung hingibt und den Freiheitsmythos seiner Greifvögel für sein eigenes Leben übernommen hat. Ihre unerwartete Begegnung hinterlässt beiderseits eine seltsame Berührung und erweist sich als schicksalhaft.

„Federspiel“
ist eine gefühlvolle und leidenschaftliche Tragik - Geschichte, die von Selbstfindung, Intuition und verpassten Chancen erzählt und den Leser in den Bann der faszinierenden Kunst der Falknerei zieht. Die Vermittlung einer großen Lebensweisheit, dass Langsamkeit und vollständige Hingabe die Geheimnisse für ungeahnte Erlebnistiefe sind.


Lesungen

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INTRO (1:00 min, Video) Start Start   DSL DSL ISDN ISDN 

Eine visuelle Einstimmung: Liebe



PROLOG (11:55 min, Audio) Start Start Stop Stop

Eine akustische Einstimmung: Elaines Flug durch die Nacht

 

OKZIDENT (5:36 min, Video) Start Start   DSL DSL ISDN ISDN 

Flirt zwischen Thoralf und Elaine


ORIENT (5:56 min, Video) Start Start   DSL DSL ISDN ISDN 

Thoralf in der Welt der Sheiks


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Leserstimmen

Der Schreibstil ist leicht und flüssig!
FEDERSPIEL ist ein Buch, das ich besonders denjenigen ans Herz legen möchte, die sich schon von Nicholas Evans "Pferdeflüsterer" faszinieren ließen.

4. Dezember 2006, Susanne Kasper, LITERATURSCHOCK.de


Auf weitere ebenso wunderbare Bücher hoffend!
...habe mir Ihr FEDERSPIEL gekauft und muss sagen, dass ich ebenso begeistert wie von MITTSOMMERNÄCHTE bin. Es ist ein ebenso bezauberndes Buch, das man gar nicht mehr aus den Händen legen mag. Auch wenn ich es wieder sehr bedauere, dass ein so wunderbarer Charakter sterben muss...aber ich glaube, gerade DAS macht Ihre Bücher so gefühlvoll und mitreißend.

19. September 2006, Alexandra Klimkeit aus Düsseldorf


Ich gestehe gern, dass dies eins der besten Bücher ist, die ich in letzter Zeit gelesen habe!
Es dauerte nicht lange, bis Sie mich in Ihren Bann gezogen hatten, sowohl durch die Story, als auch durch Ihre Art zu formulieren. Ihre Wortwahl gefällt mir sehr. Manche Ihrer Sätze klingen, als läge eine Melodie dahinter. Heute wollte ich ausschlafen. Doch noch bevor es hell wurde, war ich schon wieder munter und grübelte über Ihr Buch nach, über einzelne Passagen – einige hatte ich sogar zweimal gelesen, weil sie so toll geschrieben waren. Ich dachte an das ergreifende Ende... Sowieso hatte ich mitgeliebt, mitgelitten und mitverloren und werde noch eine Weile brauchen, bis ich ein neues Buch anfangen kann. Ich kann mich an andere Bücher ganz weit oben auf den Top-Plätzen der Bestsellerlisten erinnern, die ich zum Teil las und die mich nicht halb so berührt haben wie Ihr Roman.

12. März 2006, Juliane Kobjolke


Einfach super!
Die Art wie Sie schreiben, lässt einen das Buch gar nicht mehr aus der Hand
legen. Die Beschreibungen zur Falknerei sind auch dermaßen exakt und
korrekt, dass man meint, Sie wären langjährige Falknerin!
Sie haben mich als Leser begeistert und der Falknerei einen wunderbaren Dienst erwiesen. Dafür möchte ich Ihnen danken.

15. September 2005, Andreas Schwarz


Buchtipp – nicht nur für FalknerFRAUEN!
Simone Behnke hat eine gute Mischung aus Wissenswertem, Spannung, Liebe und Erotik gefunden.
Geschickt formuliert gelingt es der Autorin, auch Nichtfalknern einen Eindruck von der wundervollen und anspruchsvollen Arbeit der Falknerei zu vermitteln. Ebenso gekonnt vermittelt sie auch philosophische Betrachtungen zum Leben.
Ein fesselndes Buch, das leicht zu lesen, aber informativ und unterhaltend zugleich ist. Ein Muss für alle Leute, die kaum etwas von der Falknerei wissen, aber gerne mehr erfahren möchten.

30. August 2005, Dipl. Ing. Barbara Hammer, Österreichischer Falknerbund


Mit Freude und Anmut habe ich Ihren Bericht gelesen!
Wir sind fasziniert von der arabischen Falknerei und möchten viel mehr
darüber berichten. Jedoch fehlt mir als Vorsitzender das Gefühl bzw. die faszinierende Wortgestaltung zur Vermittlung der Falknerei.
So wie Sie es schreiben und dem Leser näher bringen, so wunderbar ist die Falknerei wirklich.

30. März 2005, Franz Josef Stanzl Präsident des Deutschen Falknerbundes


Ich muss sagen: ich bin restlos begeistert vom "Federspiel"!
Wenn ich Ihnen sage, dass mir bei den letzten Seiten die Tränen gekommen sind, dann können Sie sich - glaub ich - vorstellen, wie mich das Buch gefangen genommen hat.
Ich will ganz ehrlich sein ... nach den ersten Seiten hab ich mit einem typischen Liebesroman gerechnet. Und Liebesromane sind überhaupt nicht mein Ding. Doch dann hat sich "Federspiel" so überraschend in eine wunderbare Richtung entwickelt, vom Schluss ganz zu schweigen.
Das Buch verdient viele begeisterte Leser!

23. Februar 2005, Sabine K. aus München


Vom richtigen Augenblick...

Die Titelheldin entflieht den Käfigen ihrer Welt - Beziehungen, in denen sie sich unfrei fühlt und einem Beruf, der keine Zeit für "Leben" lässt - in die Arme eines sensiblen, leidenschaftlichen und geheimnisvollen Falkners (also eines "Traummannes").
Was wie ein Groschenroman - mit oft konstruierten Einschüben pädagogischen "Infotainments" über die Falknerei - beginnt und anfangs auch so anmutet, wird im letzten Drittel zu einer schönen philosophischen und tränenreichen Parabel, die eigentlich von der schmerzhaften Suche nach dem Selbst und dem Sinn der eigenen Existenz erzählt. So wie das Leben vom Werden und Vergehen bestimmt ist, so ist die Liebe durch Anziehung und Abstoßung, Sehnsucht, Erfüllung und der Endlichkeit von Gefühlen geprägt. Das überraschende Ende lässt uns schluchzend die Frage stellen, ob nicht vor allem die unerfüllten Träume und unerfüllbaren Hoffnungen Triebfedern unseres Lebens sind, denn möglicherweise ist der richtige Augenblick nur süße Illusion...

22. Februar 2005, anonym aus Berlin


Mir persönlich hat Ihr Buch sehr gut gefallen und ich habe es an einen unserer Falkner weitergegeben.

17. Februar 2005, Ursula G. Adlerwarte Berlebeck


Ich habe mich ganz spontan entschlossen Ihnen zu schreiben um ein ganz dickes Lob auszusprechen. Ich konnte richtig eintauchen in die Natur, die faszinierende Welt (und den faszinierenden Mann :-) den Sie beschrieben haben. Nur schade, dass solche guten Bücher immer so schnell zu Ende sind. Aber es besteht ja die Hoffnung, dass Sie noch mehr Bücher schreiben.

1. Februar 2005, Manuela R. aus Augsburg


Eine bewegende Geschichte mit überraschendem Ende. Mir gefällt die Art, wie Simone Behnke schreibt - gefühlvoll und trotzdem nicht kitschig, ohne unnötige Schnörkel und erzwungene Dramatik.

25. Januar 2005, Kathrin D. aus Kalifornien


Geträumte Wirklichkeit oder wirklicher Traum? Dieser Roman bietet viel mehr als „nur“ eine aufwühlende Liebesgeschichte. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und freue mich schon auf das nächste von Simone Behnke, das es hoffentlich bald geben wird.

21. Januar 2005, Patrizia R. aus Berlin


Sechs Jahre nach dem „Pferdeflüsterer“ ein ähnlich gearteter Roman! Eine gelungene Geschichte, die das Leben schreibt.

9. Januar 2005, Martina K. aus Lenggries


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Status Quo Falknerei

Viele Legenden ranken sich um den tatsächlichen Beginn der Falknerei in unserer Menschheitsgeschichte. Fakt ist, dass sie die von den heute noch ausgeübten Jagdarten die älteste der Welt ist.

Nachweislich ist die Ausübung der Beizjagd, also die Jagd mit ausgebildeten Greifvögeln, bereits seit über 2000 Jahren bekannt. Da sie anfänglich hauptsächlich der Nahrungs-beschaffung diente, geriet diese Kunst mit Aufkommen der Schusswaffen in Vergessenheit.

Heute gibt es weltweit nur noch geschätzte 10.000 praktizierende Falkner. In Deutschland sind es ein paar mehr als 1000. Davon wiederum nur ein einstelliger Prozentsatz, der als Profifalkner tätig ist.

Viele berühmte Persönlichkeiten waren im Laufe der Geschichte begeisterte Falkner. Von Dschingis Khan bis zu den japanischen Shogunen. Auch nicht zu vergessen die schillernden indischen Maharadschas.

Den größten kulturellen Aufschwung in Europa erlebte diese Jagdkunst ganz sicher durch die heute noch gültige „Bibel“ der Falknerei: „De arte venandi cum avidus“ (Über die Kunst mit Vögeln zu jagen). Kein geringerer als Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen war es, der seiner Zeit damals mit seinen darin niedergeschriebenen Erkenntnissen schon weit voraus zu sein schien.


Arabische Falknerei

Während sich viele deutsche Falkner heute melancholisch nach der guten 700 Jahre alten Zeit zurücksehnen, genießt die Falknerei unterdessen unverändert ihre größte gesellschaftliche Anerkennung in den arabischen Staaten (Vereinigte Arabische Emirate, Qatar, Bahrain sowie in Saudi-Arabien).

Überall sieht man in den Emiraten und Sultanaten die Vornehmen dieser Länder in Begleitung ihrer edlen und oftmals ein Vermögen kostenden Falken. Die Falkenjagd ist neben dem Kamelrennen noch die einzige traditionelle, echte Verbindung zum ehemaligen Wüstenleben. Wenngleich die Falknerei schon seit Jahrhunderten als die Leidenschaft der Oberschicht gilt.

Heute, in Zeiten des Ölwohlstandes, ist sie noch immer der Luxussport schlechthin. Denn diese Kunst zu beherrschen, steht als ein Symbol für Macht, Reichtum und gesellschaftlichem Rang.
Doch keinesfalls sind die Falken in Begleitung ihrer angesehenen Falkner nur Mittel zum Zweck. Falken sind sehr empfindliche und sensible Tiere . Dass diese edlen Greifvögel allerhöchste Achtung genießen, wird an vielen Tatsachen ersichtlich.

Sheikh Zayed ließ eine stets auf das Modernste ausgestattete Falkenklinik errichten. Jeder Falkenbesitzer kann in dieser Klinik seinen gefiederten Freund unentgeltlich behandeln lassen. Des weiteren gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass ein Reisender, der einen Falken bei sich führt, diesen kostenlos mit in jedes Hotelzimmer nehmen darf.

Alles nur Erdenkliche wird dafür getan, dass die Kunst der Falknerei stets als Bindeglied zwischen Jahrtausende alter Vergangenheit und zukünftigen Generationen erhalten bleibt. Es ist der Respekt vor dem kulturellen Erbe und der Naturschönheit des Landes, der die Einheimischen darauf achten lässt, dass diese Tradition im Licht der Gegenwart stets am Blühen gehalten wird.


Fazit

Die Grundidee des vorliegenden Romans ist, ein klassisches Kulturgut der Menschheitsgeschichte in ein neues Licht zu rücken. Die weltweit noch praktizierenden Falkner sind heute eine kleine Minderheit.

Weil die Falknerei nicht mehr ihrem eigentlichen Sinn – der Nahrungsbeschaffung - dient. Doch gerade diese Tatsache ist ja in der Gegenwart das Schöne daran. Es geht um das oft nicht für möglich gehaltene Vertrauen zwischen Mensch und Greifvogel an sich. Wenn sich die wenigen Profis weiterhin in ihrem engsten Umfeld verkriechen, kann es passieren, dass dieser faszinierende Sport eines Tages nicht mehr existiert. Weil wohl möglich in der immer hektischer werdenden Welt und im Modernisierungsprozess übersehen wurde, dieses Handwerk weiterzugeben.

Auch wenn der ein oder andere Jungsheikh heute lieber im klimatisierten Allradgeländewagen statt auf dem traditionellen Pferd mit seinem Falken in die Wüste prescht, hat die Faszination dieser Kunst nicht an Kraft verloren. Es wäre eine Bereicherung, wenn die Falknerei weltweit wieder in ein moderneres Licht gerückt werden könnte.

Sie ist ein lautloser, anmutiger und sensibler Sport!

Der sich dem oftmals übersehenen Reichtum der Naturschätze bedient. Und die Natur nicht – wie es so viele andere Sportarten tun – erst gefügig machen muss. Wer jemals die Gelegenheit hat, einen fliegenden Falken aus der Nähe zu betrachten, der wird den Reiz dieses Sportes verstehen. Neben der potentiellen Gefahr, die das Adrenalin hochkommen lässt, sind es die Kraft, die Anmut und die Eleganz des Falken, die selbst Menschen, die sich bisher nicht für die Fauna interessierten zum Staunen bringen.


Arabien für die Sinne

Wer kennt sie nicht, die Geschichten aus 1001 Nacht? Die erzählen über ein exotisches Leben in Burgen und Palästen, von Kalifen, Prinzen und Seefahrern?

Umspannt von einem mystischen Netz voll glitzernder Schönheit? Gestalten wie Sheherazade nehmen unsere Gedanken mit zu wilden Abenteuern in weite Wüsten, an menschenleere Strände, die einem Paradies gleichen. Führen uns durch verwunschene Täler hin zu einem Ort, den wir bekanntlich mit Schlaraffenland bezeichnen.

Wer glaubt, dass all das nur in einem vergessenen Buch, in längst vergangenen Zeiten möglich war, der irrt.
Seit 1970 sind die Vereinigten Arabischen Emirate und das Sultanat Oman unabhängig. Jedes der sieben Emirate sowie das Sultanat sind autonom regierte Staaten. Den Zauber des Orients hat sich dieser Landstrich trotz allem Einzug der Moderne bis heute bewahrt.
Während das kleine Emirat Dubai mittlerweile den größten Bekanntheitsgrad unter ihnen erlangt hat, gilt der Oman derzeit als aufgehender Stern am touristischen Himmel. Hier werden noch sinnliche Traditionen gepflegt, die bis zum Beginn unserer Zeitrechnung zurückreichen.

 


Hören

Arabisch ist eine überaus blumige Sprache. In Wort und Schrift wohlgemerkt.

In der Vergangenheit unterhielten sich die Würdenträger bevorzugt in poetischer Form über so wichtige Themen wie Friedensabsichten, Karawanenwege oder die beabsichtigte Vermählung ihrer Kinder. Die Beduinenlyrik, meist in der grandiosen Weite der größten Sandwüste entstanden, quillt förmlich über vor großen Gefühlen und hingebungsvoller Leidenschaft.

CD Tipp: „New Oriental" from The R.E.G. Projekt

Claude Challe und seinen drei jungen Talenten gelingt auf diesem Album eine gefühlsstarke Symbiose zwischen Orient und Okzident.

Titel: Harem (1,6 MB) Klicken Sie die rechte Maustaste, um den Titel zu speichern.

 


Sehen

So, wie die arabische Sprache von Theatralik durchzogen ist, so ist es auch das Verhalten der Emiratis und Omanis. Die arabischen Ausdrucksformen sind von überbordendem Temperament geprägt. Wenn eine Gruppe von Männern auf der Straße wild gestikuliert und unbeherrscht miteinander redet, bedeutet das nicht, dass gleich ein Kleinkrieg ausbrechen wird.

Ganz anders verhält es sich mit dem Blickkontakt. Hier bevorzugen die Einheimischen einen langen, intensiven Augenblick. Und da einen bekanntlich nichts so sehr aus der Fassung bringt wie solche Momente, gehört eine gehörige Portion Selbstsicherheit dazu, diesen Blicken Stand zu halten.

Viele junge Frauen werden dem Gast in der modernen arabischen Welt noch immer mit einem Blick aus sündhaft schwarzummalten Augen hinter einer Gesichtsmaske, einer Burqa, begegnen. Und das, obwohl das Tragen keineswegs, wie noch mancherorts in der westlichen Welt angenommen, Pflicht ist. Heute verleiht ihnen eine Burqa mehr Selbstsicherheit und Schutz. Vor praller Sonne und Sandstürmen einerseits, wie vor allzu anzüglichen Blicken der multikulturellen Männerwelt andererseits. Außerdem werden die Burqas zum Kaschieren kleiner Schönheitsmankos individuell handgenäht.

SEHENSWERT: Muscat Festival
Jeweils im Januar werden in den Parks der Hauptstadt traditionelle Berufe vorgestellt, sowie landestypische Handarbeiten und lukullische Köstlichkeiten zum Verkauf angeboten. Da auch omanische Familien dieses Fest sehr gern besuchen, bietet es zudem eine seltene Gelegenheit, die Einheimischen live zu erleben.

Souvenir Tipp: Fast jeder Europäer hat bei dem Stichwort „orientalischer Schmuck“ die Üppigkeit der goldglänzenden Läden und Märkte im Gedächtnis. Doch kaum jemand weiß, welcher Wertgegenstand der begehrteste der Frauen im Orient ist. Es ist der SANDUK. Eine echte arabische Schatztruhe aus edelstem Holz. Fein mit Silber verziert und mit Schlössern gesichert. In ihr bewahrt die Frau alle ihre geheimen und wirklich wertvollen Dinge auf. Einem jeden Araber ist es untersagt, jemals den SANDUK seiner Frauen zu öffnen.

 


Riechen

Während akustische Reize in der Regel drei Monate in unserem Gedächtnis haften bleiben, tun es Gerüche über Jahre hinweg. Im Oman, speziell in der Landschaft um Salala, steht die Wiege der arabischen Duftkultur.

Die wertvollen Weihrauchbäume liefern auch heute noch das beste Räucherharz der Welt. Die teuersten „Tränen der Götter“, für die pro Kilo mehrere Tausend Dollar bezahlt werden, wird der Gast auf den Märkten, den Souks, allerdings nicht finden. Diese betörend duftenden Harztropfen gehen direkt von der Ernte in die Sheikhpaläste und Harems in ganz Arabien.

Faustregel: je weißer und klarer die Farbe der Steine, desto höher ist ihre Qualität!

Die schweren Duftwolken umwehen in den Emiraten nicht nur die Frauen. Auch Männer parfümieren üppig ihre eigens am Halsausschnitt angebrachte Duftquaste.

Überhaupt wird die gesamte Kleidung nicht nur gereinigt und gebügelt, sondern stets auch noch einer speziellen Duftbehandlung unterzogen.

Mehrmals täglich heben die Locals ihre Gewänder zur Auffrischung über einen wohlriechenden Räuchertopf.
Eine weitere duftvolle Tradition ist das Besprenkeln des Kopfes und der Hände mit dem teuersten Wasser der Parfümindustrie, dem Rosenwasser. Als Gast tut man sehr gut daran, diese wohlriechende Geste bei Begrüßung und Abschied dankend anzunehmen.

Kauftipp: auch für westeuropäische Nasen geeignet ist eine sehr beliebte Aphrodisiaka: Rosenwasser gemischt mit Amber und Moschus.

 


Schmecken

DIE arabische Nationalspezialität schlechthin gibt es nicht. Überregionalen Ruhm haben lediglich die Libanesen und Syrer mit ihren Kochkünsten erreicht.

Eine Delikatesse betuchter Familien – wenn auch nicht jedermanns Geschmack- ist hingegen warme Kamelmilch mit Ingwer. Kaufen kann der Reisende diese derzeit in Supermärkten.

Ein wahres Lebenselixier und zugleich arabischer Hochgenuss ist der Qahwa. Dieses rabenschwarze, bitterheiße Gebräu ist Zeichen höchster Gastfreundschaft. Doch sollten Menschen mit ernsthaften Herzbeschwerden vor seiner Wirkung auf der Hut sein.

Und wer glaubt, diesen arabischen Kaffee zuhause nachkochen zu können, wird vom eigenen Ergebnis schnell enttäuscht werden. Die Zubereitung des edlen Getränks birgt Raffinessen in sich, die sehr viel Fingerspitzengefühl verlangen. Die Temperatur und die individuell auf die Bohnen abgestimmte Länge des Röstvorganges sind außerordentlich entscheidend für einen gelungenen Qahwa.

Genußtipp: ausschließlich ohne Milch trinken! Dafür aber mit ein paar Blüten Safran und einem Schuss Rosenwasser.

Völlig zu Unrecht von vielen Nichtrauchern verschmäht ist das Schmauchen einer Shisha. Wasserpfeifentabak besitzt die Aromen von Aprikosen, Erdbeeren, Äpfeln oder Pfefferminz. Oftmals wird sogar Honig beigemischt, der von den Einheimischen als homöopathische Medizin angesehen wird. Vielleicht ist es dem Geruch dieser süßen Zutat zu verdanken, dass sich hartnäckig das Vorurteil hält, Wasserpfeife rauchen sei etwas Verbotenes. Untersagt ist lediglich das Inhalieren von Rauschmitteln.

Anrauchtipp: mit ruhigen, langen Atemzügen gelingt das Unterfangen auch ohne einen Hustenanfall zu bekommen.

 


Tasten

Der Schönheitssinn der Araber ist weltbekannt. Welche genauen Vorstellungen sie von ihren potentiellen Ehefrauen haben, geht überdeutlich aus ihrer leidenschaftlichen Liebespoesie hervor. So ist die Schönheitspflege der Frauen auch eines der bedeutsamsten Aufgaben in der Gegenwart. Denn ihr wichtigstes Kapital ist ihre körperliche Vollkommenheit. Viel wichtiger als eine berufliche Karriere, die sie gleichberechtigt anstreben können, jedoch für die Gründung einer eigenen Familie keine Bedeutung hat.

Arabische Frauen in den Golfemiraten und dem Sultanat Oman zeigen sich meist üppig ausgestattet mit pfundigem Goldschmuck. Auch wenn der europäische Gast vermutet, dass das ein Zeichen der neuzeitlichen Petrodollar sei, muss er sich eines Besseren belehren lassen. Denn seit Jahrhunderten gilt die schwergewichtige Schmuckschatulle als bestmögliche Absicherung der Frauen. Im Gegensatz zu anderen Nationen tragen die Beduinenfrauen ihren Schmuck ständig am Körper und verschließen ihn nicht etwa in einem kugelsicheren Safe. Denn im Falle eines Raubüberfalls galten „beschmückte“ Frauen seit jeher als unantastbar!

Tasttipp: Wer wie die einheimischen Männer mit einem sehr praktischen weißen Kopftuch zu einer Kameltour durch die Wüste aufbrechen will, sollte beim Kauf dieser nicht ganz billigen Gutra auf bewährte Qualität achten.
Ein hochwertiger Kaschmirstoff für diese Kopfbedeckung lässt sich durch einen Fingerring ziehen!


Tipps für die Reise

Einheimische wie Reisende genießen in den Golfemiraten sowie im Oman eine Sicherheit, die man kaum in arabischen Ländern vermuten würde. Sie gehören zu den sichersten touristischen Regionen und zählen zu den reichsten Ländern der Erde.

Die Monarchien sind unabhängig und politisch stabil. Weder das Ziel von Extremisten, noch von radikalen Fundamentalisten. Die Scheichs bzw. Sultan Qaboos sind die uneingeschränkten Herrscher der Länder und werden von ihrem Volk sehr verehrt. Es gibt auch keinen Grund für die Einheimischen, eine Abschaffung der Monarchie zu fordern. Denn sie erhalten kostenlose medizinische Versorgung und eine moderne Ausbildung ebenso wie bei der Gründung einer Familie Bauland, ein großzügiges Haus und üppiges Kindergeld. Witwen, Waisen und Behinderte bekommen zudem lebenslange Fürsorge. Auch muss niemand Steuern zahlen.

Wer neugierig darauf ist, mehr über die arabische Kunst der Falknerei zu erfahren, könnte nachfolgende Empfehlungen auf seiner Reise berücksichtigen.


• ein Besuch des Falken Souks (Markt) in Sharjah
• ein Abstecher zum Falken Hospital in Dubai oder Abu Dhabi
• eine Falkenshow in der Wüste

Des weiteren widmen sich verschiedene Museen der Thematik und auch das Wild Life Center im Emirat Sharjah dürfte von Interesse sein.
Mehrere deutsch- und englischsprachige Agenturen sind bei der Zusammenstellung einer Reise gern behilflich.

Hoteltipp: Al Maha Desert Resort

Etwa eine Autostunde von Dubai entfernt, befindet sich eine der außergewöhnlichsten Hoteloasen der Welt. Während Dubais Touristik auf kosmopolitische Ausstrahlung in Strandnähe setzt, ist diese spektakuläre Zeltanlage in der Wüste fest mit den arabischen Kulturtraditionen verwurzelt. Al Maha bildet das Herzstück eines 225 qkm großen Reservats zum Schutze der Wüste. Unter anderem werden für die Gäste des Luxusrefugiums auch Vorführungen mit Jagdfalken veranstaltet.


Persönliches

Der Altmeister der englischen Falknerei, John Mavrogordato, hat einmal gesagt: „One falcon, one wife. Two falcons, no wife.“ Daran erkennt man, wie schnell Falknerei zur Leidenschaft werden kann.

Um hinter die erfolgversprechenden Tricks dieses elitären Sportes zu kommen, bedarf es daher schon einer gehörigen Portion Hartnäckigkeit.
Umso größer ist meine Freude, dass mich einige wenige Falkner in die faszinierenden Geheimnisse dieser Kunst eingeweiht haben und mir hilfsbereit begegnet sind.

 


Privat

Herzlichen Dank an Seine Hoheit Sheikh Zayed bin Sultan bin Khalifa bin Zayed al-Nahyan al-Bu Falah, dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate für sein unbeirrbares Engagement zur Erhaltung der Falknerei.

Da nicht nur die Falknerei weltweit, sondern auch verschiedene Falkenarten vom Aussterben bedroht waren, setzte sich der Präsident mit einer eigens gegründeten Umweltorganisation dafür ein, dass allen Falken zum Ende der jährlichen Jagdsaison stets die Freiheit zurückgegeben wird. Zuvor werden die Greifvögel genauestens auf ihre Kondition hin untersucht. Durch einen in jeden Vogel implantierten Mikrochip ist es möglich, den Falken noch jahrelang in seiner freien Wildbahn zu verfolgen und somit diese Ergebnisse für den Fortbestand ihrer Arten zu nutzen.

 

Tausend und einen Dank an Baron Nicolaus von Pölnitz!

Seit zwei Jahrzehnten züchtet der sehr agile Aristokrat Edelfalken und gilt mit seiner Trainingsmethode als einer der besten Falkenzüchter Europas.

Lieber Nico, Ihre verbindliche, direkte und humorvolle Art hat mir unvergessliche Freuden bereitet. Danke für Ihre Zeit und das Vertrauen, das Sie mir beim Überlassen Ihrer persönlichen Utensilien entgegenbrachten. Ich verneige mich ebenfalls vor „meinem Model“ Tara! Die Falkendame hat sich auf den ersten Blick in mein Herz katapultiert.

 

Herzlichen Dank an Barbara Berve!

Von den Pioniertagen an hat sie die Entwicklung des Tourismus in der beschriebenen Region tatkräftig begleitet.
Ihr Vorsitzender der Arabian Incentiv Company, Seine Exzellenz Sheikh Faisal bin Khalid Al Qasimi, erkannte als einer der ersten die Notwendigkeit eines professionellen Reisemanagements. Die Zusammenarbeit zwischen der westlichen und der arabischen Welt fördert er unbeirrbar sehr massiv. Barbara Berve ist seine Repräsentantin für den deutschsprachigen Raum.
Liebe Barbara, Du warst der Auslöser dafür, dass ich den Mittleren Osten nicht nur kennen, sondern auch lieben lernte. Stets habe ich Deine feminine Power sehr geschätzt.
Über unsere herzliche Annäherung bin ich heute umso glücklicher. Besten Dank für die unkomplizierte und schnelle Hilfe bei meinen kniffligen Detailfragen!

 

Besten Dank an Paul Klima!

In wirtschaftlich angespannten Zeiten bewies der entschlossene Mann den Mut, einen Falkenhof, noch dazu am Ende der Vorführungssaison, aufzubauen. So etwas tut man nur mit geballter Leidenschaft und unbeirrbarem Glauben an den Erfolg.
Lieber Paul, Sie waren der erste Falkner, der für mich auf Anhieb erreichbar war. Noch dazu plauderten Sie für den Laien verständlich und beantworteten Stunde um Stunde an einem kalten Januarabend meine Fachfragen. Herzlichen Dank für Ihre aufgeschlossene Art!

 

Ein Dankeschön an Herbert Schütz!

Kaum vorstellbar, dass jemand aus Liebe zu seinem Beruf jahrelang gegen menschliche Widrigkeiten kämpft und monatelang, bei keineswegs hochsommerlichen Temperaturen, unter freiem Himmel zwischen seinen Falken, Adlern, Mönchsgeiern, Milanen und Bussarden schläft. Der Falkner Herbert Schütz hat es getan.

Lieber Herr Schütz, unsere Annäherung war langwierig. Umso herzlicher und offener dann aber unsere überraschende Begegnung, bei der ich Sie einmal live und in Ausübung Ihrer Passion erleben konnte.

 

Vorschau: von der heißen geht es in die kalte Wüste ...

 



 

 

 


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